
Daten:
- Erscheinungsjahr: 2022
- 288 Seiten
- Genre: Roman mit Krimielementen


Inhalt 📝
„Trotz allem, was du vielleicht glaubst, bist du nicht wichtig für die Welt.“ – mit diesen harten Worten prägte Adalbert Hanzons Vater die Kindheit seines Sohnes. Kein ermutigendes Lebensmotto, und doch schlägt Adalbert sich durchs Leben – bis ihn die Liebe trifft und der unvermeidliche Wahnsinn, der so oft auf sie folgt.
43 Jahre später: Aus dem jungen Mann ist ein älterer Herr geworden, vom Alkohol gezeichnet, geplagt von Rückenproblemen und einem Gedächtnis, das ihm zunehmend entgleitet. Nach einer langen Haftstrafe lebt er zurückgezogen – bis ein alltäglicher Apothekenbesuch sein Leben erneut auf den Kopf stellt. Dort glaubt er, die einzige Frau wiederzuerkennen, die ihm jemals wirklich etwas bedeutet hat.
Doch Erinnerungen sind trügerisch, und die Vergangenheit lässt sich nicht so leicht ergründen. Unterstützung findet Adalbert ausgerechnet bei seinem nervtötenden Nachbarn und seiner viel zu gesprächigen Cousine. Gemeinsam machen sie sich auf, ein halbes Jahrhundert alte Geheimnisse ans Licht zu bringen.
Empfehlung – „Halbmörder“ 💡
Ich mag die Bücher von Håkan Nesser einfach – und Der Halbmörder ist da keine Ausnahme. Der Roman lässt sich wunderbar leicht und flüssig lesen, besonders als Taschenbuch. Für mich spielt das Buch an sich immer eine große Rolle: das Cover, das Design, der Geruch und das Gefühl in den Händen. Dieses Buch strahlt von Anfang an eines aus – Gemütlichkeit.
Im Mittelpunkt steht Adalbert Hanzon, der seine Lebensgeschichte niederschreibt – alles, woran er sich erinnern kann. Leser*innen bekommen so einen tiefen Einblick in sein bisheriges Leben. Die Erzählung folgt einer zeitlichen Abfolge seiner Erinnerungen. Anfangs wirkt das etwas trocken und nicht allzu spannend, doch gerade das macht neugierig: Wohin führt diese Geschichte?
Die Nebengeschichten sind charmant und interessant erzählt, niemals langatmig – im Gegenteil: sie sind angenehm in die Haupthandlung verpackt. Ich selbst habe das Buch in nur zwei Tagen durchgelesen. Für Zwischendurch ist Der Halbmörder perfekt – genau das richtige Buch, um abzuschalten.
Allerdings darf man sich nicht täuschen: Hinter der gemütlichen Oberfläche steckt auch eine deprimierende Note. Gleich der erste Satz – „Trotz allem, was du vielleicht glaubst, bist du nicht wichtig für die Welt.“ – zeigt, dass der Roman zum Nachdenken anregt.
Unweigerlich reflektiert man beim Lesen über das eigene Leben, über das, was wirklich wichtig ist, und darüber, wie schnell alles vorbei sein kann.
Fazit:
⭐⭐⭐⭐ 4/5 Sterne
Ein wirklich gelungener Roman von Håkan Nesser: unterhaltsam, stellenweise traurig, aber immer berührend. Der Halbmörder ist nicht nur eine gemütliche Lektüre, sondern auch ein Buch, das zum Nachdenken über das eigene Leben anregt. Man fühlt mit Adalbert Hanzon und bleibt gespannt, wie sein Weg weitergeht.
Schreibstil ✍️
Ruhig, lakonisch und vielschichtig.
Obwohl die äußere Handlung wenig spektakulär erscheint, entfaltet sich im Inneren der Geschichte eine tiefe philosophische Dimension. Adalbert reflektiert über sein Leben, seine Fehler und die Frage, was es bedeutet, ein „Halbmörder“ zu sein.
Diese Selbstreflexionen verleihen dem Roman eine existenzielle Schwere und machen ihn zu mehr als nur einem Krimi.
Ein leiser, aber intensiver Roman, der sich von herkömmlichen Krimis abhebt.
Möchtest du auch ein Buch lesen, das zum Nachdenken anregt?
Dann ist dieses Werk genau richtig! Du kannst den Halbmörder direkt hier bestellen:


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